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Das Seenland

Die Landschaft um Fürstenberg/Havel wurde durch die letzte Eiszeit nachdrücklich geprägt. Das Schmelzwasser der Gletscher formte Rinnen und Senken, in denen es sich sammelte und so zahlreiche Seen entstehen ließ. Andererseits bildeten sich Höhenzügen und Kuppen, die heute von ausgedehnten Buchen- und Kiefernwäldern bedeckt sind bzw. auch landwirtschaftlich genutzt werden. In der ganzen Region gibt es kaum Industrieansiedlungen, jedenfalls keine, die durch Emissionen die Luft belasten. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Region des "Fürstenberger Seenlands" die besten Umweltwerte in Deutschland vorweisen kann.

Die Wasserstadt Fürstenberg/Havel liegt auf drei Inseln zwischen Röblinsee, Baalensee und Schwedtsee. Sie ist die erste und auch einzige Stadt in Deutschland, die sich durch Patentierung, offiziell Wasserstadt nennen darf. Das ausgedehnte Seengebiet um die Stadt ist über zahlreiche Seen und vor allem durch die Havel mit den Berliner Gewässern verbunden und stellt gleichzeitig das nördliche Tor zur "Mecklenburger Seenplatte" dar. Fürstenberg/Havel ist mit seinen Marinas, Bootsanlegestellen und Bootsverleihen ein wahres Wassersportzentrum für viele Freizeitkapitäne, ob sie nun mit dem Kanu oder einer Yacht unterwegs sind. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich mit dem "Brandenburger Wasserfest" ein Saisonhöhepunkt entwickelt hat, der jedes Jahr im Juli  im Stadtpark gefeiert wird und Einheimische sowie tausende Gäste aus Nah und Fern mit seinem attraktiven Programm anzieht.

In  und um Fürstenberg spielt der Tourismus seit über 100 Jahren eine wichtige Rolle. Seine Entwicklung setzte vor allem durch den Bau der Preußischen Nordbahn im Jahr 1877 ein, wodurch gerade viele Hauptstädter schnell und bequem in die Gegend fanden. Fürstenberg entwickelte sich rasch zu einem attraktiven Urlaubsziel und Luftkurort. Aus dieser Zeit stammen auch zahlreiche Villen und andere Gebäude im Röblinseeviertel, die nach dem Abzug des sowjetischen Militärs  durch neue Besitzer wieder rekonstruiert worden sind. Zum Teil sind auch noch Ruinen vorhanden. Das betrifft insbesondere größere Gebäude, wie z.B. das ehemalige AOK-Sanatorium. Auch wenn der Glanz der alten Zeit verblasst ist, haben sich der historische Stadtkern und die Stadtquartiere am Wasser erhalten. Vieles ist aufwendig rekonstruiert worden oder wurde neu errichtet. Heute befinden sich im Ort selbst und in den Ortsteilen viele Anbieter von modernen und geschmackvollen Herbergsbetrieben, teilweise direkt an der Havel gelegen und auf Familien mit Kindern eingerichtet. Aber nicht nur für Wassersportfreunde sondern auch für Reiter und Fahrradfahrer hält die Wasserstadt Fürstenberg viele Angebote bereit.
Von erheblicher Bedeutung für den Besucherverkehr ist die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, die 1959 eröffnet wurde. Die Nationalsozialisten ließen hier ab 1938 das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Reichsgebiet errichten. In den während des NS-Regimes von den KZ-Aufseherinnen bewohnten Gebäuden wurden eine Jugendbegegnungsstätte und eine Jugendherberge eingerichtet.
Das Forstliche Erlebniszentrum, Rathenaustraße 16, bietet nicht nur Natur pur, sondern auch Wald- und Forstgeschichte zum Anfassen. Neben der Dauerausstellung "Waldwege" wechseln Ausstellungen zu unterschiedlichen kunst- und kulturgeschichtlichen Themen, Buchlesungen, Waldwanderungen, Filmvorführungen zu unterschiedlichen Fachgebieten sowie heimatkundliche Vorträge ab. Somit ist für Naturinteressierte ein umfangreiches und interessantes Angebot vorhanden, besonders auch für Eltern mit ihren Kindern und während der Ferienzeit für Schüler. Zum Bildungsangebot des Forstmuseums gehören für interessierte Besucher jeweils dienstags Begehungen im Wald unter forstfachlicher Anleitung durch einen ehemaligen Oberförster.

Eine erlebnisreiche Fahrt mit der Draisine bietet die 28 km lange Strecke von Fürstenberg nach Templin auf der 1996 von der Deutschen Bahn AG stillgelegte Nebenbahn nach Templin. Sie war 1996 damit zugleich die erste Fahrraddraisinenstrecke in Deutschland. 

Einmalig in Deutschland ist auch eine Fahrt mit dem 20 Meter langen Kaffenkahn von Peter Alker, Inhaber des Hotels "Haus an der Havel".

Erreichbarkeit:

per PKW:
Durch Fürstenberg führt in Nord-Süd-Richtung die Bundesstraße 96. 

auf dem Wasserweg:
Die Stadt liegt an der Oberen-Havel-Wasserstraße. Als "Tor zur Mecklenburger Seenplatte" bietet sie vielfältige Ausflugmöglichkeiten auf der Havelwasserstraße, den abzweigenden Nebenwasserstraßen sowie auf den an ihnen liegenden zahlreichen Seen.

per Bahn:
Fürstenberg ist Haltebahnhof an der Hauptstrecke Berlin–Stralsund und Rostock (Preußische Nordbahn). Der Regionalexpress der Linie RE 5 verkehrt hier im Stundentakt ganztägig von und nach Berlin. Die Fahrzeit wurde seit Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes der Hauptstadt Berlin 2006 auf etwa eine Stunde verkürzt.

per Rad:
Der Radfernweg Berlin-Kopenhagen durchquert die Stadt auf der Strecke Bredereiche–Himmelpfort–Ravensbrück–Fürstenberg–Steinförde.

Nächst größere Städte sind Neustrelitz ca. 20 km, Neubrandenburg ca 60 km, Gransee ca. 20 km, Rheinsberg ca. 25 km, Oranienburg ca. 60 km und Berlin ca. 80 km.

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